Kardinal
Christoph Schönborn hat zwei neue Bischofsvikare ernannt: Pfarrer P.
Dariusz Schutzki tritt als Bischofsvikar für Wien-Stadt die Nachfolge
von Prälat Karl Rühringer an, Pfarrer Msgr. Rupert Stadler ist als
Bischofsvikar für das Vikariat Unter dem Wienerwald Nachfolger von P.
Amadeus Hörschläger. Die beiden neuen Bischofsvikare werden ihr
Amt am 1. September antreten. Prälat Rühringer wird sich dann verstärkt
seinem Amt als Erstverantwortlicher für den Stephansdom als Domdekan
widmen, P. Hörschläger wird Stadtpfarrer von Baden-St.-Stephan.
Im Gespräch mit dem "Pressedienst der Erzdiözese Wien"
betonten die beiden neuernannten Bischofsvikare am Mittwoch, dass sie für
eine Kirche "der offenen Herzen und der offenen Türen" eintreten.
"Mission first", "Mission an erster Stelle" sei für
sie ein Herzensanliegen, so Schutzki und Stadler übereinstimmend. Wie
ihre Vorgänger verstehen sie ihre Aufgabe als Brückenfunktion zwischen
dem Bischof "und den Pfarrern und Pfarrgemeinderatsmitgliedern"
an Ort und Stelle. Die beiden neuen Bischofsvikare wollen ihre pfarrlichen
Aufgaben in entsprechender Form beibehalten.
Es
ist schwierig, einen Titel für diesen Artikel zu finden. Darum beginnen
wir mit einer Gratulation: wir gratulieren unserem Pfarrer, Mag. Dariusz Schutzki,
der von den Dechanten und Vikariatsräten vorgeschlagen und dann vom Erzbischof
zum Bischofsvikar ernannt worden ist! Herzlichen Glückwunsch!!
Das ist eine Ehre, aber sicher auch eine schwierige und teilweise undankbare
Aufgabe in der momentanen Situation der Kirche. Dazu „Ja“ zu sagen
erfordert weniger Stolz als vielmehr DeMut.
Und es ist ein Fulltimejob. Dass unser Pfarrer schon im ersten Gespräch
mit dem Erzbischof festgehalten hat, dass er uns als Pfarrgemeinde behalten
möchte, klingt fürs erste beruhigend, ist aber sicher nicht leicht
mit seiner neuen Aufgabe zu verbinden. Dementsprechend gibt es viele entmutigende
Stimmen, die sagen, das sei gar nicht zu bewältigen. Darüber, dass
er es in einer Zeit des Priestermangels trotzdem
versuchen will, sind wir sehr froh!
Wir, als Pfarrgemeinde St. Othmar, sind stolz auf unseren Pfarrer, von dessen
Engagement und Ideenreichtum bisher hauptsächlich wir profitiert haben
und noch immer profitieren. Nun sind wir gefordert, ihn mit dem ganzen Vikariat
zu teilen. Das wird uns einiges abverlangen: häufigeren Verzicht auf
seine Anwesenheit, Übernahme von Aufgaben und Verantwortung, ...
Dass wir bereit sind, ihn zu unterstützen, dass wir dankbar sind dafür,
dass er die Doppelbelastung auf sich nehmen will, dass wir ihm Kraft, Ausdauer,
heiligen Geist und viele verwirklichte Visionen wünschen, das hat der
Gottesdienst am vergangenen Sonntag gezeigt. Die volle Kirche war ein Ausdruck
dafür, wie
stark, vielfältig, bunt und lebendig wir als Gemeinschaft sind und dass
wir Dariusz als unseren Pfarrer behalten wollen!